Das Thema im November: Die Menschen der Bibel

Ganz normale Menschen ...


... sind es, die uns in der Bibel immer wieder begegnen. Keine Superhelden, keine Überheiligen – nein, es sind Menschen wie Du und ich, die uns die Gleichnisse, Geschichten und Berichte der Bibel vor Augen malen.Dabei geht das Buch der Bücher auch schon mal durchaus schonungslos mit den Protagnisten um. Schwächen werden aufgedeckt, der Charakter wird durchleuchtet, und so lässt mancher Held der Bibel – ähnlich wie wir – manchmal kein Fettnäpfchen aus. Diese Geschichten sind es, die uns manchmal einen Spiegel vorhalten, die uns oft an einen Gott erinnern, der uns kennt und trotzdem (!) liebt, und der sich dazu verschrieben hat, uns in der Erkenntnis und im Wachstum unserer Persönlichkeit zu lehren und zu begleiten.Wenn wir uns also im Spiegel dieser Berichte betrachten, erkennen wir auch, dass keiner von uns perfekt ist, dass wir und unsere Geschwister mit Jesus auf dem Weg sind und dass wir mit uns – und oft auch mit unseren Geschwistern – viel, viel Geduld haben müssen. Genauso, wie es unser Herr mit den Protagonisten der biblischen Geschichten hatte und mit uns noch immer hat.Diese Geschichten sind es auch, die uns die Bibel so liebenswert machen, und damit auch ihren Autor, den heiligen Geist. Er zeigt uns in den mensch-lichen Schicksalen immer wieder seine Gnade, seine Geduld, seine Liebe und die Hingabe zu seinem Volk und seinen geliebten Kindern.Aber auch seine Strenge und Sorge, seine Enttäuschung und seinen Zorn.Zeit, sich einige der biblischen Schicksale der „ganz normalen Menschen der Bibel“ genauer unter die Lupe zu nehmen, sie zu sondieren und genau hinzuhören, damit die Dinge, die Gott durch sie den Menschen durch die Jahrhunderte sagen wollte, auch zu uns sprechen können!Ich wünsche Euch diese Geduld und Liebe, viele inspirierende Momente und großen Segen für den kommenden Monat!Euer Hartmut

Das Thema im Februar: Die Ewigkeit

Die Ewigkeit im Herzen ...


... aber den Alltag in ihrem Kopf. Das könnte den Zustand der gestressten und engagierten Durchschnittsdeutschen eigentlich ganz gut beschreiben.

Man vergisst die Ewigkeit nur allzu leicht. Leider. Obwohl sie uns in allen Richtungen umgibt. Im Raum: Ist das Universum endlich oder undendlich? Falls endlich: wo hört es auf – und was kommt danach? Allein der Gedanke daran bringt unseren Denkapparat an seine Grenzen. Und dann kommt noch die Dimension der Zeit dazu, in deren Strom wir mittreiben. Wann hat sie begonnen? Gibt es ein Ende der Zeit? Und was kommt dann?
Auch hier muss unsere Vernunft aussteigen. Wir können es weder begreifen noch ergründen. Zurück bleibt Staunen, Ehrfurcht und manchmal Angst.

Die Bibel sagt, dass Gott die Ewigkeit in unser Herz gelegt hat. Das stimmt. Denn jede Kultur und jede Religion auf diesem Planeten rechnet mit der Ewigkeit und baut das menschliche Schicksal irgendwie darin ein. Aber in unserem Kopf hat die Ewigkeit nur in kurzen Momenten Platz. Bei einer Beerdigung. Oder in einer ruhigen Minute in einer sternklaren Nacht ... schade! Denn die Ewigkeit spielt in unserem Leben eine nicht zu unterschätzende Rolle. Ein weiser Mensch hat die Ewigkeit immer im Blickfeld und wird sein Handeln entsprechend danach ausrichten. In Psalm 90,12 betet Mose: „Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden“.

Kluges Handeln bezieht die Möglichkeit des Sterbens mit ein – und damit auch die Möglichkeit (oder besser die Tatsache) eines Lebens nach dem Tode.
Und so frage ich mich: Wie schaffe ich es, meinen Blick von den ach so wichtigen Unwichtigkeiten meines materiell ausgerichteten Lebens aufzuheben und zu erkennen, dass die Ewigkeit viel mehr Einfluss auf mein Handeln ausüben sollte ...

Jesus gibt uns da einige Tipps – zum Beispiel:  „Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo Motten und Rost sie fressen und wo Diebe einbrechen und stehlen. Sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo weder Motten noch Rost sie fressen und wo Diebe nicht einbrechen und stehlen. (Mt 6,19)
Viele scheinbar übermächtige Dinge – z.B. Ängste und Sorgen – gewinnen im Licht der Ewigkeit einen anderen Stellenwert. Im Februar wollen wir gemeinsam in die Ewigkeit schauen – mit hoffentlich lebensverändernden Ergebnissen ...

In diesem Sinne wünsche ich Euch Gottes Segen und einen guten Monat!
Euer Hartmut

Das Thema im Januar: Schritte zur Veränderung

Das neue Jahr ...


... wird oft mit guten Vorsätzen begonnen. Oder auch bewusst nicht, weil man schon so oft an den guten Vorsätzen gescheitert ist. Fakt ist, dass der Wunsch nach Veränderung bei vielen da ist. Nur: allzu oft bleibt es bei dem Wunsch.

Dabei sind Veränderngen, Korrekturen und regelmäßige Neuorientierung in unserem Leben von immenser Wichtigkeit.

Wir schauen zum Beispiel jeden Tag mindestens einmal in den Spiegel.
Warum? Nun,wir begutachten die Schäden und nehmen die notwendigen Reparaturen vor. Oft verbringen wir damit viel Zeit – und wenn uns an dem Spiegelbild etwas stört, nehmen wir ein paar strategische Veränderungen und Korekturen an uns vor. Die Haare werden gestylt, der Bart gestutzt oder eine Anti-Aging Creme wird appliziert. Danach gehen wir aus dem Haus.

Wir würden uns aber Sorgen machen über jemanden, der früh aufsteht, in den Spiegel schaut, jedoch nichts an sich tut – und das Tag für Tag, Woche für Woche, Jahr für Jahr. Wie lange würde es dauern, bis diese Person verwahrlost aussieht? Wie lange würde es dauern, bis wir sie nicht mehr erkennen würden und wie lange, bis sie sich selbst nicht mehr erkennt? Wer routinemäßig in den Spiegel schaut, ohne etwas zu korrigieren, hat den Sinn eines Spiegels nicht begriffen!
Was der Spiegel für den Körper ist, ist das Wort Gottes für unsere Seele: Auch hier sehen wir oft unser Spiegelbild, und der Geist Gottes zeigt uns auf, wo Korrekturen notwendig sind. Jakobus ermahnt uns, dass wir nicht nur Hörer, sondern auch Täter des Wortes sein sollen: soll heißen, Veränderung soll in unserem Leben stattfinden.

Hier sind wir gefragt, unsere Hingabe und unsere Disziplin. Wie schaffen wir es, unsere guten Vorsätze wirklich in die Tat umzusetzen? Das Rauchen aufzuhören, regelmäßig Zeit mit Jesus zu verbringen, abnehmen oder treuer beim Gottesdienstbesuch zu sein?

Im kommenden Monat möchten wir gemeinsam erkunden, wie der Mensch diesbezüglich funktioniert und wie sich Gott das Ganze gedacht hat.

Ich freue mich mit Euch auf den Januar und wünsche Euch einen guten Start in ein neues, gesegnetes Jahr 2017!

Das Thema im Dezember: Die Feste Israels

Man soll die Feste feiern ...


... die Gott seinem Volk gegeben hat - oder zumindest etwas darüber Bescheid wissen. Deshalb möchten wir im Weihnachtsmonat Dezember die wichtigsten jüdischen Feste unter die Lupe nehmen. Denn ganz anders als die christliche Kultur, die manchmal ein etwas ambivalentes Verhältnis zum Feiern hat, ist die jüdische Kultur sehr ausgelassen, frei und fröhlich bei ihren Festen übers Jahr. Auch sind die Traditionen symboldurchwirkt und geben dabei oft Zeugnis über das Wesen und Wirken Gottes an seinem Volk - zu dem wir auch gehören dürfen. Ich bin also gespannt, was wir an Erkenntnissen sammeln werden und freue mich darauf, in das Thema mit euch einzusteigen.

Hier ein Überblick über die wichtigsten Feste durch das Jahr:
  • Chanukka (Weihefest) – Beginn mit Sonnenuntergang am  Samstag 24. Dezember 2016, endet mit Anbruch der Nacht am  Sonntag 1. Januar 2017
  • Purim (Fest der Lose)– Beginn mit Sonnenuntergang am  Samstag 11. März 2017, endet mit Anbruch der Nacht am  Sonntag 12. März 2017
  • Pessach (Auszug aus Ägypten) – Beginn mit Sonnenuntergang am  Montag 10. April 2017, Endet mit Anbruch der Nacht am  Dienstag 18. April 2017
  • Schawuot (Wochenfest) – Beginn mit Sonnenuntergang am  Dienstag 30. Mai 2017, endet mit Anbruch der Nacht am  Donnerstag 1. Juni 2017
  • Rosch Haschana (Neujahrsfest) – Beginn mit Sonnenuntergang am  Mittwoch 20. September 2017, endet mit Anbruch der Nacht am Freitag 22. September 2017.
  • Jom Kippur (Versöhnungstag) Beginn mit Sonnenuntergang am  Freitag 29. September 2017, endet mit Anbruch der Nacht am Samstag 30. September 2017
  • Sukkot (Laubhüttenfest) – Beginn mit Sonnenuntergang am  Mittwoch 4. Oktober 2017, endet mit Anbruch der Nacht am Mittwoch 11. Oktober 2017
Ich wünsche Euch ein wunderschönes Weihnachtsfest, und dabei viel Zeit für Euch, Eure Familien und natürlich für denjenigen, wegen dem wir feiern - JESUS!

Gaben entdecken - Gaben einsetzen - Teil 2

Im Jahr 1517, vor genau 500 Jahren, erkannte in Basel ein Geistlicher namens Martin bei seinem Bibelstudium das wahre Evangelium, das Evangelium der Gnade und der alleinigen Erretung durch den Opfertod Jesu. Damals eine ketzerische Entdeckung, weil sie  mit der Ablasslehre (Errettung vom Fegefeuer durch Geldzahlung an die Kirche) nicht im Einklang stand. Überwältigt von der Liebe Jesu und seiner Offenbarung schrieb er seine Erkenntnis auf ein Stück Pergament und versteckte es aus  Angst vor Repressionen durch die Kirche in einer Mauernische seiner Kammer. Dort wurde das Dokument durch Zufall hundert Jahre später entdeckt.

Zur gleichen Zeit offenbarte sich diese Erkenntnis auch einem Mann namens Martin Luther. Seine Reaktion auf diese Offenbarung war aber sehr anders. Er sagte sich: Mein Retter hat mich vor Menschen bekannt. Ich werde nicht davor zurückschrecken, ihn vor Königen zu bekennen!
Die Welt weiß um die Folgen dieser Entscheidung, und sie kennt den Namen Martin Luther noch heute. Aber wie steht es um Martin von Basel - wer kennt Ihn?

Natürlich geht es uns nicht primär darum, in der Menschheitsgeschichte so wie Martin Luther ein ewiges Denkmal zu bekommen. Vielmehr ist es erstrebenswert für Christen, andernorts bekannt zu werden: Im Himmel. Dort, wo Jesus dereinst uns in die Augen schauen wird und uns hoffentlich mit den Worten empfängt: „Du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du bist mit dem wenigen treu umgegangen, darum will ich dir viel anvertrauen. Komm herein zum Freudenfest deines Herrn!“ (Mt. 25, 21)

Das, was Jesus in unserem Leben wichtig ist, ist weniger der Erfolg unseres Dienens, sondern vielmehr unsere Treue dabei. Jesus beurteilt Erfolg sowieso anders, als es diese Welt tut. So wie jedes Körperteil am Leib bleibt und dort mehr - oder weniger angesehene und anerkannte Aufgaben erledigt (und nicht etwa auf Wanderschaft geht) sind wir dazu aufgerufen, unseren Platz im Leib Christi zu finden und auszufüllen. Dass dabei nicht jeder ein Billy Graham oder ein Reinhard Bonnke werden kann, liegt auf der Hand. Im Reich Gottes benötigt man eben auch treue Diener, die im Winter den Schnee räumen oder die Toiletten sauber halten. Für Jesus ein genauso wichtiger Dienst, der mit Sicherheit genauso reich belohnt wird ...
Nur: es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.

In Jesu Liebe, Eurer Hartmut

Gaben entdecken - Gaben einsetzen

Samstagmorgen. Ich bin mit meinem Hund im Wald unterwegs und glücklich. Halt, das ist nicht ganz richtig: ich bin EIGENTLICH glücklich. Obwohl sich die Welt um mich herum beinahe perfekt präsentiert. Die Hitze des Tages hat den Wald noch nicht erreicht, es duftet nach Tannennadeln und Harz, und die friedliche Stille wird nur ab und zu von zaghaftem Vogelgezwitscher unterbrochen. Sonnenstrahlen brechen durch die Baumwipfel und tauchen die Umgebung in eine märchenhafte Stimmung. Ich habe den Tag frei und könnte den perfekten Augenblick genießen.
Dennoch ist irgendetwas in mir - ich nenne es mal mein Herz - das sich nach mehr sehnt. Nach dem perfekten. Nach dem ewigen. Nach ...
Ja, nach was eigentlich? Urlaub am Meer? Nein. Dem sagenhaften Lottogewinn? Nicht wirklich. Friede auf Erden? Ja - und Nein, weil unrealistisch. Darüber habe ich mir schon zu oft den Kopf zerbrochen.
Nein, meine Sehnsucht richtet sich in diesem wunderschönen Augenblick zu dem, der das alles in seiner unbeschreiblichen Kreativität gemacht hat. Genauso, wie ich in der Pinakothek in München staunend vor dem VanGogh Gemälde stand um mir einen Augenblick gewünscht habe, den Künstler kennen zu lernen, hatte ich den Wunsch, dem Mann des Friedens und der Liebe, der aus der Ewigkeit zu uns kam, kennen zu lernen. Jesus. Ich sehe seine Handschrift jeden Tag. In den vielen kleinen Liebesbriefen, die er mir auf den Weg legt, möchte er mich auf sich aufmerksam machen. Allein das Wunder des Lebens, so komplex, so unfassbar, selbst für Wissenschaftler in vielen Aspekten unerklärlich, bringt mich immer wieder zum Staunen ... Oder die Schönheit, die mich umgibt in den vielen kleinen und großen Dingen der Natur.
Ja, ich habe Sehnsucht, große Sehnsucht, denjenigen mehr kennen zu lernen, der sich das alles ausgedacht hat. Der sich auch Gedanken über mich und mein Leben macht und der zu mir, ja zu uns allen sagt: „Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte.“ (Jer 31,3)

Sehnsucht ist ein interessantes Thema. Sie treibt uns Menschen an - zum Guten wie zum Schlechten. Ich freue mich, mit euch gemeinsam im September die
Bibel auf dieses Thema hin zu studieren.

In Jesu Liebe, euer Hartmut

Sehnsucht - unser Thema im September

Samstagmorgen. Ich bin mit meinem Hund im Wald unterwegs und glücklich. Halt, das ist nicht ganz richtig: ich bin EIGENTLICH glücklich. Obwohl sich die Welt um mich herum beinahe perfekt präsentiert. Die Hitze des Tages hat den Wald noch nicht erreicht, es duftet nach Tannennadeln und Harz, und die friedliche Stille wird nur ab und zu von zaghaftem Vogelgezwitscher unterbrochen. Sonnenstrahlen brechen durch die Baumwipfel und tauchen die Umgebung in eine märchenhafte Stimmung. Ich habe den Tag frei und könnte den perfekten Augenblick genießen.
Dennoch ist irgendetwas in mir - ich nenne es mal mein Herz - das sich nach mehr sehnt. Nach dem perfekten. Nach dem ewigen. Nach ...
Ja, nach was eigentlich? Urlaub am Meer? Nein. Dem sagenhaften Lottogewinn? Nicht wirklich. Friede auf Erden? Ja - und Nein, weil unrealistisch. Darüber habe ich mir schon zu oft den Kopf zerbrochen.
Nein, meine Sehnsucht richtet sich in diesem wunderschönen Augenblick zu dem, der das alles in seiner unbeschreiblichen Kreativität gemacht hat. Genauso, wie ich in der Pinakothek in München staunend vor dem VanGogh Gemälde stand um mir einen Augenblick gewünscht habe, den Künstler kennen zu lernen, hatte ich den Wunsch, dem Mann des Friedens und der Liebe, der aus der Ewigkeit zu uns kam, kennen zu lernen. Jesus. Ich sehe seine Handschrift jeden Tag. In den vielen kleinen Liebesbriefen, die er mir auf den Weg legt, möchte er mich auf sich aufmerksam machen. Allein das Wunder des Lebens, so komplex, so unfassbar, selbst für Wissenschaftler in vielen Aspekten unerklärlich, bringt mich immer wieder zum Staunen ... Oder die Schönheit, die mich umgibt in den vielen kleinen und großen Dingen der Natur.
Ja, ich habe Sehnsucht, große Sehnsucht, denjenigen mehr kennen zu lernen, der sich das alles ausgedacht hat. Der sich auch Gedanken über mich und mein Leben macht und der zu mir, ja zu uns allen sagt: „Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte.“ (Jer 31,3)

Sehnsucht ist ein interessantes Thema. Sie treibt uns Menschen an - zum Guten wie zum Schlechten. Ich freue mich, mit euch gemeinsam im September die
Bibel auf dieses Thema hin zu studieren.

In Jesu Liebe, euer Hartmut

Gebet - unser Thema im August

Im 21. Jahrhundert redet alles mit uns, und wir reden mit allem:
... mit dem Fernseher, dem Handy, dem Auto und bald auch mit dem Kühlschrank. Die Spracherkennung macht es möglich. Vor Jahrzehnten noch als Zukunftsvision in Science-Fiction-Filmen gefeiert, ist die Kommunikation mit technischen Geräten mittels Sprache heute schon Alltag.
Auf meine Scherzfrage an Siri, (der netten Dame im iPhone, die meine Sprachbefehle entgegennimmt) wie ich denn in den Himmel komme, kam die unerwartete Antwort: „Ich empfehle das Höhenrestaurant Hohenstaufen, Hartmut!“

Gut gemeint, und allemal ein Schmunzeln wert, dachte ich – mein Handy kann mir intelligente Antworten geben. Intelligent, aber leider falsch. Um die richtigen Antworten zu bekommen, müssen die richtigen Fragen an die richtige Adresse gerichtet werden. Ein Grundsatz der Kommunikation, der leider oft missachtet wird.

Wenn ich Fragen über Gott, mein Leben, meine Ängste, meine Zukunft oder meine Probleme habe, wäre es unklug, das Handy zu fragen. Oder den Nachbarn.  Ich sollte zu dem gehen, der am Besten darüber Bescheid weiß: zu meinem Schöpfer.

Doch oft sind in unseren Denkmustern von vornherein Barrikaden auf dem Weg zu Gott aufgebaut: „Hört er mich überhaupt?“ „Interessiert es ihn überhaupt?“„Er antwortet mir nicht!“ oder:  „Ich kann ihn sowieso nicht hören!“. Diese Denkblockaden hindern uns (und Gott) in der Kommunikation, und wir geben zu schnell auf und gehen mit unseren Fragen vielleicht doch nur zum Pastor oder warten auf den Propheten ...

Einer der Schlüsselverse in der Bibel zur Kommunikation mit Gott steht im Hebräerbrief Kap. 11, 6: ... wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt.

Gott sucht mit uns allen die Gemeinschaft, und es gibt keine echte Gemeinschaft ohne Kommunikation, das kann uns jeder Eheberater bestätigen. Somit ist das Fazit meines kleinen Aufrufes für den August: Lasst uns beten! Lasst uns im Glauben mit Gott kommunizieren. Im stillen Kämmerchen, im Auto, auf dem Spaziergang, bei der Arbeit ... und dabei nicht vergessen, unsere Antennen auszufahren, um die Antwort nicht zu verpassen!
Das ist übrigens nicht meine Idee, sondern Gottes Idee, wie Lukas 21, 36 (Siehe Titelblatt) uns eindringlich mitteilt: Seid allezeit wach(sam) und betet ...

In Jesu Liebe, euer Hartmut